MANUELLE THERAPIE

  • Craniosacrale Therapie

Die craniosacrale Therapie hat eine Zwischenstellung zwischen den energetischen Behandlungsformen und der manuellen Therapie. 

Der Name kommt von der Verbindung zwischen Schädel (lateinisch Cranium) und Kreuzbein (lateinisch Sacrum) und dem darin rhythmisch pulsierenden Liquor, der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit, in der das Gehirn und das Rückenmark schwimmend gebettet und vor Erschütterungen in gewissem Maße geschützt sind. 

Die craniosacrale Therapie geht auf John E. Upledger zurück. Es ist eine mittlerweile eigenständige Therapie, die aus der Osteopathie hervorgegangen ist. Sie ermöglicht zum einen die Kontaktaufnahme zum Liquor und Gehirn und Rückenmark, zum anderen wirkt sie aber auf Knochen, Muskeln, Bindegewebe und Faszien. 
Da die Schädelknochen durch Nähte verbunden sind, kann sich der Schädel auch im Erwachsenenalter noch in sich bewegen und tut dies rhythmisch mit der Produktion und dem Transport des Liquors. Daher wird das gesamte System auch als primärer respiratorischer Mechanismus bezeichnet. Diesen Rhythmus, aber auch Störungen desselben oder Asymmetrien lassen sich ertasten und mit speziellen Handgriffen korrigieren. 

  • Dorn-Breuss-Methode

Diese Therapie wurde von dem Allgäuer Landwirt und Sägewerks-Betreiber Dieter Dorn etwa 1975 entwicket. Es handelt sich um eine  komplementärmedizinische manuelle Methode. Dorn postulierte, dass durch einen Beckenschiefstand mit Beinlängendifferenz die Wirbelsäule verdreht und verschoben ist und damit Blockaden entstehen.

Bei  dieser Methode geht man davon aus, dass die Wirbelsäule als sogenannte Lebensachse nicht nur das Stützorgan des Körpers ist, sondern auch die Hülle des Rückenmarks und damit der Schutz des Steuerorgans aller Funktionen der Organe und Gewebe. Fehlstellungen der Wirbelsäule führen daher zu Blockaden und damit zu  Beschwerden in den verschiedenen Schichten der Organsysteme. Dazu gehören Störungen im Nervenbereich bei der Steuerung der Organe und den Sinnesempfindungen, im Kreislaufsystem und damit bei der Durchblutung, im psychischen Bereich und beim Stoffwechsel. 

Der Ansatz zielt auf die Wiederherstellung einer geraden Wirbelsäule mit einer gleichmäßigen symmetrischen Beckenlage. Beim Menschen gilt dabei die waagrechte Beckenlage als Basis bei zwei gleich langen Beinen, auf der die Wirbelsäule als Turm aufgebaut ist. Die Statik muss stimmen. 

Auch beim Tier entstehen durch Fehlstellungen in den Hüft-, Knie- und Sprunggelenken allmählich einseitige Belastungen und eine Körperfehlhaltung. Dabei entstehen Arthrosen durch ungleichmäßige Gelenkbelastungen sowie Muskelverspannungen und Schmerzen sowie Bandscheibenvorfälle. 

Die Dorn-Therapie soll behandlungsbedürftige funktionelle Beinlängendifferenzen korrigieren und Wirbel, die sich nicht in ihrer normalen Position befinden, ohne mechanischen Druck einrichten. Ergänzt wird die Dorn-Methode durch die Massage nach Rudolf Breuß zur Muskelentspannung.

Die Breuss-Massage ist eine energetische Massage des Rückens entlang der Wirbelsäule unter besonderer Berücksichtigung der Meridiane. Sie wird häufig mit erwärmten Johanniskraut-Öl und abschließender Auflage einer Schicht Papier durchgeführt. Dabei soll es zu einer Streckung der Wirbelsäule kommen, so dass den Bandscheiben mehr Raum verschafft wird. Die Massage wird langsam, sanft , rhythmisch, monoton und mit wenig Druck ausgeführt und führt zu einer ungewöhnlich tiefen und sofortigen Entspannung. Sie ist Vor- und Nachbereitung für die Anwendung der Dorn-Therapie.

Die nachfolgende Dorn-Methode kann durch sanften und gezielten Druck weiter auf die entspannungswillige Muskulatur einwirken. Die Wirbelsäule findet wieder in eine natürlich bewegliche Haltung.

Zunächst wird die Stellung des Beckens und des Kreuzbeins überprüft und gerichtet sowie die Wirbel aufsteigend von der Lendenwirbelsäule bis zu den Halswirbeln überprüft und gegebenenfalls durch sanften Druck korrigiert.

Die Korrektur erfolgt immer in der Bewegung, d. h es wird eine Pendelbewegung mit dem Vorder- oder Hinterbein ausgeführt, während der Behandler den Schiefstand korrigiert.