MASSAGEN

Massage kennt jeder, und was uns gut tut, kann auch für Tiere eine wunderbare Erfahrung sein. Der Ausdruck Massage leitet sich von griechisch „kneten“ ab. Bei der Massage kommt es zu einer mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnung, Zug und Druck. Die Wirkung ist lokal, erstreckt sich aber auch über den gesamten Körper und beeinflusst auch die Psyche. Bereits vor 4.500 Jahren wurden in Schriften Massagegriffe  und gymnastische Übungen erwähnt. Erste gezielte Anwendungen zur Heilung gab es nach heutigem Wissen im Osten Afrikas und im asiatischen Raum wie China oder  Persien. Von Ägypten aus kam die Massage nach Europa. So empfahl der griechische Arzt Hippokrates seinen Schülern die Anwendung von Massagen als therapeutisches Mittel. Die Römer entwickelten in den Gladiatorenschulen eine Sportmassage und genossen in ihren Bädern eine frühe Form von Wellness. Wie vieles geriet mit dem Untergang des Römischen Reichs auch das Wissen um die Massage in Vergessenheit. 

  • direkte Massage

Bei den direkten Massagetechniken tritt die Wirkung direkt an der betroffenen Stelle ein. Verspannungen im Gewebe werden gelockert, Faszien werden gelöst, die Beweglichkeit wird verbessert, die Durchblutung wird erhöht und der Stoffwechsel angeregt. Damit kommt es zur Schmerzlinderung, aber auch zu einer Reduktion von Stress sowie einer vorübergehenden Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz. 

Man unterscheidet folgende Techniken:

Bei der Effleurage (Streichung) wird mit leichtem Druck und langsam, vor allem zu Beginn und am Ende der Behandlung über die zu behandelnde Körperstelle gestrichen.

Die Petrissage (Knetung) hingegen wird vor allem angewendet um vorhandene Verspannungen zu lösen. Beim sogenannten Walken wird die Wirkung durch das Drücken der Muskulatur auf die darunterliegenden Knochen erzeugt.

Bei der Friktion (Reibung) handelt es sich um kleine, kreisende Bewegungen direkt auf dem Muskel, so dass Verspannungen und Verhärtungen besonders gut gelöst werden.

Beim Tapotement (Klopfen) wird entweder mit den Fingern, der flachen Hand oder der Handkante kurz und schnell auf den Muskel geklopft um eine Förderung der Durchblutung zu erzielen.

  • indirekte Massage

Die Wirkung der indirekten Massage folgt dem Konzept der Energiebahnen, die den Körper durchziehen, dadurch können Organe im Körperinnern behandelt werden. 


  • Lymphdrainage

Eine besondere Form der Massage ist die Lymphdrainage, bei der gestautes und eingelagertes Gewebewasser über die Lymphbahnen abtransportiert wird, was bei Ödemen, aber vor allem bei Schwellungen nach Operationen sinnvoll ist.